Heizperiode

Die Heizperiode z entspricht der Anzahl der Heiztage. Sie ist abhängig von der Heizgrenztemperatur, der Temperatur, ab welcher ein Gebäude nicht mehr beheizt werden muss.
Die Heizgrenztemperatur hängt im wesentlichen vom Verhältnis der Wärmegewinne zu den Verlusten ab. Je mehr nutzbare solare und interne Wärmegewinne einen Teil der Transmissions- und Lüftungswärmeverluste decken, um so kürzer wird die Heizperiode.

Heiztage sind Tage, deren mittlere Temperatur (Mittel über 24 Stunden) unter eben dieser Heizgrenztemperatur liegt.

 

Gebäudestandard mögliche Heizgrenztemperatur
älter als WschVo95 15°C
WschVo95-Standard 12°C
NE- und Passivhäuser 10°C
Quelle: Recknagel, Sprenger, Schramek; Taschenbuch für Heizung+Klima Technik 01/02
Nachfolgend ist die Anzahl der Heiztage aus den erfassten Klimadaten der Wetterstation auf dem Dach des Forschungsgebäudes grafisch dargestellt.
Abb. 1 - 2002: Monatliche Heiztage und Gradtagzahlen
Zusätzlich sind die Monatsgradtagzahlen dargestellt.
Die Gradtagzahl ist die Summe der Temperaturdifferenzen der mittleren Innen- und Außentemperaturen über die Heizperiode. Gt (19,12) sind also die Gradtagzahlen mit einer Heizgrenztemperatur von 12°C und 19°C Innentemperatur.

Insgesamt gab es 2002 223 Heiztage und 3.102 Heizgradtage

Zum Vergleich die mittleren jährlichen Heiztage und Gradtagzahl nach DIN 4108-6,
Referenzregion 6:

240,4 Heiztage
3.688 Gradtage


Die Gradtagzahl hat einen entscheidenden Einfluss auf die Ermittlung des Heizwärmebedarfs während einer Heizperiode. Zudem ermöglichen die Gradtagzahlen eine Kontrolle und einen Vergleich zum letztendlichen Heizwärmeverbrauch.

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